Jedes Jahr im November dieselbe Frage: Was schenken wir dem Team eigentlich zu Weihnachten? Und gleich danach die zweite: Muss das versteuert werden? Die gute Nachricht: Ein Mitarbeiter Weihnachtsgeschenk steuerfrei zu gestalten ist machbar — wenn man die Spielregeln kennt.
Dieser Ratgeber erklärt, was rechtlich möglich ist, wo Fallstricke lauern, und was tatsächlich ankommt — nicht bei der Steuererklärung, sondern beim Menschen. Denn das Beste an einem gut gewählten Weihnachtsgeschenk für Mitarbeitende: Es kostet wenig und bleibt lange in Erinnerung.
Ein Geschenk, das versteuert werden muss, ist kein Geschenk mehr — es ist eine Gehaltskürzung in hübscher Verpackung. Steuerfrei schenken ist keine Sparmaßnahme. Es ist Respekt.
Warum Weihnachtsgeschenke für Mitarbeitende mehr sind als Pflicht
Studien zeigen es, aber eigentlich weiß man es auch ohne Studie: Wertschätzung wirkt. Eine kuratierte Geschenkbox, ein persönlicher Gutschein, ein echtes Zeichen — das ist kein Luxus. Es ist Führung. Menschen, die sich gesehen fühlen, arbeiten anders.
Dabei geht es nicht ums Geld. Ein steuerfreies Weihnachtsgeschenk für Arbeitnehmer im Wert von 40 Euro kann mehr bewirken als eine anonyme Bonuszahlung von 200 Euro — wenn es zeigt, dass jemand nachgedacht hat. Es menschelt. Das ist der Unterschied.
Und: Richtig gemacht sind solche Geschenke für den Arbeitgeber vollständig absetzbar als Betriebsausgabe. Das heißt, es kostet das Unternehmen weniger als der Listenpreis. Wertschätzung, die sich rechnet — wer kann dazu schon NEIN sagen?
Die 50-Euro-Freigrenze: Was bedeutet „steuerfrei" genau?
Die wichtigste Zahl zuerst: 50 Euro pro Monat. Das ist die sogenannte Sachbezugsfreigrenze nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG. Bis zu dieser Grenze können Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden monatlich Sachleistungen oder zweckgebundene Gutscheine zuwenden — ohne Lohnsteuer, ohne Sozialversicherungsbeiträge.
Für ein Weihnachtsgeschenk bedeutet das: Liegt der Wert bei maximal 50 Euro und wurde die Freigrenze im Dezember nicht bereits durch andere Sachbezüge ausgeschöpft, ist das Geschenk für alle Seiten kostenlos — steuerlich gesehen.
50 € Sachbezugsfreigrenze (monatlich)
Gilt für alle Sachzuwendungen — Geschenkboxen, Gutscheine für bestimmte Händler, Genussboxen. Nicht kumulierbar über Monate.
60 € Aufmerksamkeitsfreigrenze
Nur bei persönlichem Anlass (Geburtstag, Hochzeit, Geburt). Weihnachten fällt NICHT darunter — auch wenn es persönlich wirkt.
110 € Freibetrag bei Betriebsveranstaltung
Für die Weihnachtsfeier selbst — pro Person, bis zu zwei Veranstaltungen pro Jahr. Läuft separat und vermischt sich nicht mit dem Sachbezug.
Wichtig: Die 50-Euro-Grenze ist eine Freigrenze, kein Freibetrag. Das heißt: Wird sie auch nur um einen Cent überschritten, wird der gesamte Betrag steuer- und sozialversicherungspflichtig — nicht nur die Differenz. Diesen Fehler macht man genau einmal.
Was ist erlaubt — und was fällt durch das Raster?
Die Grundregel klingt simpel: Sachleistungen ja, Geld nein. In der Praxis gibt es aber ein paar Fallstricke, die regelmäßig für böse Überraschungen sorgen.
Erlaubt ✓
- Physische Geschenke (Genussboxen, Bücher, Pflanzen, Weinflaschen)
- Gutscheine für einen bestimmten Händler oder eine bestimmte Plattform
- Gutscheine über ein zugelassenes Benefit-System mit Einschränkungen
- Warengutscheine, die keinen Zahlungsmittelcharakter haben
Nicht erlaubt ✗
- Bargeld — immer lohnsteuerpflichtig, egal wie klein der Betrag
- Überweisung auf das Konto — gilt als Geldleistung
- Allgemeine Geldkarten ohne Einschränkung (kreditkartenähnlich)
- Amazon-Gutscheine, PayPal-Guthaben, universelle Shopping-Karten
Ob ein Gutschein als Sachbezug gilt, hängt von technischen Kriterien nach § 2 Abs. 1 ZAG ab. Die sicherste Variante: ein physisches Geschenk, das man in die Hand nehmen, auspacken und genießen kann. Kein Interpretationsspielraum, keine Grauzone.
Ideen für steuerfreie Weihnachtsgeschenke für Mitarbeitende
Das Schöne an der 50-Euro-Grenze: Man muss nicht knausrig denken. 50 Euro reichen für ein Geschenk, das sich wirklich gut anfühlt — wenn man es richtig einsetzt. Kein Duschgel-Set, keine Tasse mit Firmenlogo. Sondern etwas, das jemand aufmacht und sich freut.
Kuratierte Genussbox
Handverlesene Weine, Feinkost, handgemachte Pasta, Olivenöl — zusammengestellt von jemandem, der davon etwas versteht. Wird sofort geöffnet. Das Gegenteil von anonym.
Lokale Erlebnisse
Ein Gutschein für ein Restaurant in der Stadt, ein Kino, ein Kochkurs — wenn er für einen klar definierten Anbieter gilt, ist er sachbezugsfähig. Und persönlicher als alles aus dem Katalog.
Pflanzen oder Naturprodukte
Eine schöne Pflanze im schönen Topf, ein Gewürzset vom Markt, ein Kerzenset aus einer Manufaktur — alles unter 50 Euro, alles mit Charakter.
Bücher
Wenn man die Person kennt: ein Buch, das zu ihr passt. Nicht irgendein Bestseller — sondern das, bei dem man dachte: Das ist genau deins. Das fühlt sich an.

Tipp der Redaktion
Mysupper aus Hamburg stellt Genussboxen von Hand zusammen — mit kuratierten Weinen, handgemachter Pasta und regionalen Feinkostprodukten. Auch als Mitarbeitergeschenk zu Weihnachten eine starke Wahl: physisches Sachgeschenk, eindeutig steuerfrei, und weit weg vom Einheitsbrei. Versand deutschlandweit, ab ca. 26 Euro. Sammelbestellungen für Teams möglich.
Weihnachtsgeschenke nach Budget — eine ehrliche Übersicht
Die Grenze liegt bei 50 Euro — aber das ist eine Obergrenze, kein Pflichtprogramm. Wie für alle anderen Geschenke auch gilt: Wie beim Einzugsgeschenk entscheidet nicht der Betrag darüber, ob ein Geschenk ankommt. Es entscheidet, ob jemand nachgedacht hat.
Manufaktur-Schokolade, kleines Gewürzset, Kräutertopf, handgeschriebene Karte mit echtem Inhalt
Genussbox mit Wein und Feinkost, Buchgeschenk für die Person, lokaler Gutschein für Restaurant oder Kino
Premium-Feinkostbox mit Champagner, kuratierter Genusskorb, Pflanze mit Keramiktopf + handgeschriebene Karte
Häufige Fehler beim steuerfreien Schenken
Gut gemeint und trotzdem steuerpflichtig — das passiert öfter als man denkt. Die klassischen Fallen:
Den Dezember-Sachbezug vergessen
Wer im selben Monat schon Sachbezüge gegeben hat (Tankgutschein, Jobticket etc.), läuft Gefahr, mit dem Weihnachtsgeschenk die 50-Euro-Grenze zu überschreiten. Monatsüberblick führen.
Universelle Gutscheine verwenden
Ein Amazon-Gutschein oder eine Prepaid-Visa gilt steuerrechtlich wie Bargeld — und ist damit voll lohnsteuerpflichtig. Der Unterschied ist nicht intuitiv, aber eindeutig.
Keine Dokumentation führen
Ohne Nachweis (Wert, Empfänger, Datum) kann eine Betriebsprüfung das Geschenk als Arbeitslohn werten. Zwei Zeilen in der Lohnbuchhaltung reichen — aber die müssen da sein.
Geschenke für alle ohne Differenzierung
Ein Einheitsgeschenk für 50 Mitarbeitende ist logistisch einfach. Aber es fühlt sich auch so an. Wer die Person kennt, schenkt anders — ähnlich wie bei Geschenken für Männer: Passgenauigkeit schlägt Preis.
Häufige Fragen zum Mitarbeiter Weihnachtsgeschenk steuerfrei
Wie viel darf ein Weihnachtsgeschenk für Mitarbeiter steuerfrei sein?
Bis zu 50 Euro pro Monat können als Sachbezug steuerfrei gegeben werden. Wichtig: Die Freigrenze ist keine Pauschale — wird sie auch nur um einen Cent überschritten, wird der gesamte Betrag steuer- und sozialversicherungspflichtig.
Kann der Arbeitgeber neben dem Weihnachtsgeschenk noch andere steuerfreie Sachbezüge geben?
Ja, aber alles zusammen darf im Dezember die 50-Euro-Monatsgrenze nicht übersteigen. Wer bereits Tankgutscheine, Jobtickets oder andere Sachbezüge nutzt, muss aufpassen, dass das Weihnachtsgeschenk die Grenze nicht sprengt.
Ist Geld als Weihnachtsgeschenk für Mitarbeiter steuerfrei?
Nein. Bargeld und Überweisungen sind immer lohnsteuerpflichtig. Auch universelle Prepaid-Karten oder Gutscheine ohne klaren Verwendungszweck gelten steuerrechtlich als Geld. Erlaubt sind physische Sachgeschenke und zweckgebundene Gutscheine bestimmter Händler.
Müssen Weihnachtsgeschenke für Mitarbeiter dokumentiert werden?
Ja. Wert, Empfänger und Datum sollten in der Lohnbuchhaltung festgehalten werden. Das schützt bei einer Betriebsprüfung und stellt sicher, dass die Freigrenze nachvollziehbar eingehalten wurde.
Was passiert, wenn die 50-Euro-Grenze überschritten wird?
Der gesamte Betrag — nicht nur die Differenz — wird steuer- und sozialversicherungspflichtig. Der Arbeitgeber kann die Steuer pauschal mit 30 % nach § 37b EStG übernehmen. Das schützt den Mitarbeitenden, kostet aber das Unternehmen mehr.
Können Weihnachtsfeier und Geschenk kombiniert werden?
Ja, aber separat. Für die Weihnachtsfeier gilt ein eigener Freibetrag von 110 Euro pro Person (bis zu zwei Betriebsveranstaltungen pro Jahr). Das Weihnachtsgeschenk als Sachbezug läuft separat über die 50-Euro-Monatsfreigrenze. Die beiden Töpfe vermischen sich nicht.
Fazit
Ein Mitarbeiter Weihnachtsgeschenk steuerfrei zu gestalten ist kein Kunststück — aber es braucht ein Minimum an Planung. Freigrenze im Blick behalten, physisches Sachgeschenk wählen, dokumentieren. Das dauert eine Stunde und hält ein Jahr.
Was dabei zählt: das Geschenk muss zu der Person passen, nicht zu einem Steuerformular. In Hamburg hat sich Mysupper auf handgefertigte Genussboxen spezialisiert — ein konkretes Beispiel dafür, wie ein Weihnachtsgeschenk aussehen kann, das tatsächlich Eindruck hinterlässt.
Weiterführend: Sachbezug — Definition und steuerliche Behandlung (Wikipedia)